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OEM Sourcing

Angebot für kundenspezifische Zahnräder: Was Sie vor der Anfrage vorbereiten sollten

Die Checkliste für ein schnelleres, genaueres Angebot: Zeichnungen, Werkstoffe, Wärmebehandlung, Stückzahl, Toleranzen und Prüfanforderungen.

Ein Angebot für kundenspezifische Zahnräder ist nur so gut wie die Informationen dahinter. Lieferanten können mit unvollständigen Angaben arbeiten, aber jede fehlende Angabe bedeutet Annahmen, und Annahmen bedeuten entweder einen breiteren Preisspielraum oder einen längeren Angebotszyklus. Wenn Sie die wichtigsten Informationen im Voraus vorbereiten, erhalten Sie von jedem Lieferanten schneller, enger und vergleichbarer kalkuliert, und Sie sparen sich meist eine zusätzliche Runde Klärungsmails.

Der wichtigste Punkt ist die Zeichnung. Ein PDF der Zahnradzeichnung mit Modul, Zähnezahl, Eingriffswinkel, Schrägungswinkel, Bohrung und Passfeder ist der schnellste Weg zu einem genauen Angebot. Wenn Sie keine Zeichnung haben, genügen ein Musterzahnrad, ein verschlissenes Teil oder auch eine Reihe von Messungen und Fotos, denn ein fähiger Hersteller kann die Geometrie nachbilden und Ihnen zur Bestätigung zurückspielen.

Als Nächstes kommen Werkstoff und Wärmebehandlung. Geben Sie die benötigte Werkstoffgüte an oder die Anwendungsanforderungen wie Last, Drehzahl und Umgebung, damit der Lieferant eine Güte empfehlen kann. Wenn das Zahnrad gehärtet werden muss, geben Sie den Bereich für Oberflächen- und Kernhärte sowie die Einhärtetiefe an. Werkstoff und Behandlung machen oft einen großen Teil der Kosten aus; Klarheit hier verhindert spätere Preisüberraschungen.

Stückzahl und Lieferzeit prägen das Angebot ebenso wie die Geometrie. Ein Einzelmuster und eine Serie von fünfhundert Stück werden sehr unterschiedlich bepreist, weil Werkzeug- und Rüstkosten auf die Menge umgelegt werden. Nennen Sie Zielstückzahl, ob es sich um ein Muster oder eine Serienproduktion handelt, und Ihren gewünschten Liefertermin. Wenn Sie noch in der Entwicklung sind, fordern Sie getrennte Preise für Muster und Serie an.

Toleranzen und Prüfanforderungen sollten ausdrücklich genannt werden. Wenn das Zahnrad eine DIN- oder ISO-Genauigkeitsklasse erfüllen muss, nennen Sie die Klasse. Wenn ein Messbericht oder Materialzertifikat erforderlich ist, sagen Sie es, denn Prüfzeit und Dokumentation beeinflussen die Kosten. Eine klare Spezifikation schützt Sie auch: Der Lieferant kalkuliert nach dem von Ihnen benannten Standard, und Sie können die Einhaltung bei Lieferung überprüfen.

Schließlich gehört der Anwendungskontext dazu. Was treibt das Zahnrad, mit welcher Drehzahl und welchem Drehmoment, und wie viele Stunden pro Tag? Dieser Kontext ermöglicht es dem Lieferanten, Risiken wie unzureichende Zahnfestigkeit, Schmierungsbedarf oder Geräusche vor Produktionsbeginn zu kennzeichnen. Eine vollständige Anfrage liefert nicht nur einen Preis; sie liefert beim ersten Mal das richtige Zahnrad.

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